Zum Inhalt springen
MH Logistik GmbH

Vergleich für Lager und Logistik

Werkvertrag oder Zeitarbeit: was zu Ihrem Lager passt

Zeitarbeit und Werkvertrag in derselben HalleSchematische Darstellung. Links eine Halle mit Zeitarbeit: Die Schichtleitung des Kunden steht mitten in der Halle und weist die Leute direkt an, abgerechnet wird nach Zeit. Rechts dieselbe Halle im Werkvertrag: ein markierter Arbeitsbereich, der Vorarbeiter teilt das Team ein, der Ansprechpartner des Kunden steht außerhalb und spricht nur mit dem Vorarbeiter. Dort steht am Ende eine fertige Palette mit Haken.
  1. Zeitarbeit
  2. Werkvertrag

Tabelle

Der Unterschied in einer Tabelle

Ansicht
MerkmalZeitarbeit (Arbeitnehmer­überlassung)DienstvertragWerkvertrag
Was Sie kaufenArbeitskraft für Ihr Teameine Tätigkeitein bestimmtes Ergebnis
Wer weist anSieder Dienstleisterder Auftragnehmer, bei MH Logistik der Vorarbeiter
Eingliederung in Ihre Abläufejaneinnein
Typische Abrechnungnach Stundennach Zeit, je Auftrag oder pauschalje Einheit oder pauschal
Abnahmeneinneinja (§ 640 BGB)
Wenn etwas nicht stimmtdas Risiko für das Ergebnis liegt bei IhnenSorgfalt geschuldet, kein ErfolgNacherfüllung durch den Auftragnehmer (§ 635 BGB)
Erlaubnis nötigja (§ 1 AÜG)neinnein
Vertragin Textform, ausdrücklich als Arbeitnehmer­überlassung bezeichnet, Personen vorher benannt (§ 1 Abs. 1, § 12 AÜG)formfrei, schriftlich empfohlenformfrei, schriftlich mit Beschreibung des Ergebnisses empfohlen
Höchstdauer und Equal Payhöchstens 18 Monate für dieselbe Person beim selben Kunden (§ 1 Abs. 1b AÜG); gleicher Lohn wie Ihre Stammkräfte, mit Tarifvertrag Abweichung in der Regel nur in den ersten 9 Monaten (§ 8 AÜG)entfälltentfällt
Arbeitsschutz am ArbeitsplatzSie unterweisen (§ 11 Abs. 6 AÜG)Dienstleister, abgestimmt mit Ihnen (§ 8 ArbSchG)Auftragnehmer, abgestimmt mit Ihnen (§ 8 ArbSchG)
Fahrauftrag für StaplerSie als Einsatzbetrieb (DGUV Vorschrift 68 § 7)der Dienstleister als Arbeitgeberder Auftragnehmer als Arbeitgeber
BetriebsratUnterrichtung (§ 80 Abs. 2 BetrVG) und Beteiligung vor dem Einsatz (§ 14 Abs. 3 AÜG, § 99 BetrVG)Unterrichtung (§ 80 Abs. 2 BetrVG)Unterrichtung (§ 80 Abs. 2 BetrVG)
Passt fürSpitzen im eigenen Team, wechselnde Aufgabenlaufende Tätigkeit ohne abnehmbares Ergebnisabgegrenzte, messbare Aufgaben
Bei MH LogistikBereich Zeitarbeitnicht angeboten, alle Leistungen laufen als WerkvertragBereich Werkvertrag
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Unterschied

Was ist der Unterschied zwischen Werkvertrag und Arbeitnehmer­überlassung?

Bei der Arbeitnehmer­überlassung bekommen Sie Personal, das Sie selbst anweisen und in Ihre Abläufe eingliedern. Beim Werkvertrag kaufen Sie ein Ergebnis, das der Auftragnehmer mit eigener Leitung herstellt. Die Überlassung wird meist nach Stunden abgerechnet, der Werkvertrag je Einheit oder pauschal.

Arbeitnehmer­überlassung heißt: Ein Verleiher überlässt eigene Arbeitnehmer einem anderen Betrieb. Dieser Betrieb weist sie an und gliedert sie in seine Arbeitsorganisation ein (§ 1 Abs. 1 AÜG). Im Alltag sagt man Zeitarbeit oder Leiharbeit. Wie Arbeitnehmer­überlassung in der Logistik abläuft, steht unter Arbeitnehmer­überlassung erklärt.

Ein Werkvertrag ist ein Vertrag über einen bestimmten Erfolg. Der Auftragnehmer stellt das Werk her, Sie nehmen es ab und zahlen die vereinbarte Vergütung (§§ 631, 640 BGB). Im Lager ist das etwa ein entladener Container, eine Menge fertiger Sets oder ein geprüftes Los.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Dienstvertrag

Werkvertrag oder Dienstvertrag: was ist der Unterschied?

Beim Werkvertrag schuldet der Auftragnehmer einen Erfolg, den Sie abnehmen. Beim Dienstvertrag schuldet er nur die vereinbarte Tätigkeit, ohne Abnahme (§§ 611, 631 BGB). In beiden Fällen weist er seine Leute selbst an.

Ein Dienstvertrag ist ein Vertrag über eine Tätigkeit, ohne geschuldeten Erfolg. Am Ende steht deshalb keine Abnahme, sondern eine Übergabe. Er passt, wenn eine Tätigkeit laufend anfällt und sich kein abnehmbares Ergebnis beschreiben lässt.

Bei MH Logistik laufen alle Leistungen als Werkvertrag, auch die Kommissionierung und laufende Retouren. Jeder Auftrag hat deshalb ein beschriebenes Ergebnis, das Sie abnehmen.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Merkmale

Wann liegt ein Werkvertrag vor?

Ein Werkvertrag liegt vor, wenn ein abgrenzbares Ergebnis vereinbart ist und der Auftragnehmer die Arbeit selbst plant und anweist. Es zählt, wie der Auftrag tatsächlich läuft, nicht wie der Vertrag heißt (§ 12 Abs. 1 AÜG, BAG 9 AZR 133/16).

Die Bundesagentur für Arbeit prüft das in einer Gesamtbetrachtung. Für einen Werkvertrag sprechen diese Merkmale:

  • Das Ergebnis ist vorher beschrieben, mit Menge, Qualität und Termin.
  • Der Auftragnehmer plant die Arbeit, teilt sein Team ein und weist es an.
  • Das Team arbeitet in einem abgegrenzten Bereich oder an einem eigenen Auftragsblock.
  • Abgerechnet wird je Einheit oder pauschal, nicht nach Stunden.
  • Es gibt eine Abnahme: Sie bestätigen, dass das Ergebnis im Wesentlichen dem Vertrag entspricht (§ 640 BGB).
  • Mängel bessert der Auftragnehmer auf eigene Kosten nach.
  • Dauert die Arbeit länger, trägt der Auftragnehmer das Risiko.

Ein Merkmal allein reicht nicht

Auch ein Preis je Einheit und ein eigener Vorarbeiter helfen nicht, wenn die Leute im Alltag doch Ihren Weisungen folgen.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Warnzeichen

Woran erkennt man eine verdeckte Arbeitnehmer­überlassung?

An diesen Kriterien der Eingliederung: Sie oder Ihr System weisen einzelne Leute direkt an. Die Leute arbeiten in Ihren Schichtplänen und Teams, und ein abnehmbares Ergebnis fehlt.

Verdeckte Arbeitnehmer­überlassung heißt: Ein Einsatz ist als Werk- oder Dienstvertrag bezeichnet, läuft aber als Überlassung. Man spricht dann auch von einem Scheinwerkvertrag. Typische Warnzeichen:

  • Ihre Schichtleitung sagt einzelnen Leuten, was sie als Nächstes tun sollen.
  • Die Leute stehen in Ihrem Schichtplan und arbeiten gemischt mit Ihrer Mannschaft.
  • Ihr Lagersystem steuert einzelne Personen direkt, am Vorarbeiter vorbei.
  • Abgerechnet wird nach Stunden, ein Nachweis über Mengen fehlt.
  • Der Vertrag beschreibt kein Ergebnis, sondern nur Unterstützung nach Bedarf.
  • Dieselben Leute machen dieselbe Arbeit wie vorher in der Zeitarbeit.

Das Gesamtbild zählt

Je mehr Punkte zutreffen, desto eher liegt Überlassung vor.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Folgen

Was passiert bei einem Scheinwerkvertrag?

Der Einsatz gilt als verdeckte Arbeitnehmer­überlassung. Die Folgen treffen den Dienstleister und Sie als Kunden:

  • Zwischen Ihnen und den eingesetzten Leuten kann ein Arbeitsverhältnis entstehen (§§ 9, 10 AÜG). Die Leute können erklären, dass sie beim Dienstleister bleiben wollen.
  • Sie haften für die Sozialversicherungsbeiträge mit, bei unwirksamem Vertrag zusammen mit dem Dienstleister als Gesamtschuldner (§ 28e Abs. 2 SGB IV). Diese Beiträge verjähren erst nach 4 Jahren, bei Vorsatz nach 30 Jahren (§ 25 SGB IV).
  • Es drohen Bußgelder bis 30.000 € für beide Seiten (§ 16 AÜG).
  • Werden Beiträge vorenthalten, ist auch eine Strafbarkeit möglich (§ 266a StGB).
  • Hat der Dienstleister eine Erlaubnis zur Überlassung, prüft die Bundesagentur für Arbeit seine Zuverlässigkeit.

Entscheidend ist der Alltag

Was im Vertrag steht, muss auch bei Ihnen vor Ort so laufen. Klären Sie die Abgrenzung deshalb vor dem Start.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Erlaubnis

Schützt die AÜ-Erlaubnis eines Dienstleisters vor einem Scheinwerkvertrag?

Nein, seit dem 1. April 2017 nicht mehr. Eine Überlassung muss vorher im Vertrag ausdrücklich als Arbeitnehmer­überlassung bezeichnet sein, und die Leute müssen benannt sein (§ 1 Abs. 1 Satz 5 und 6 AÜG). Juristen sprechen von Kennzeichnungs- und Konkretisierungspflicht.

Fehlt das, ist der Arbeitsvertrag zwischen Dienstleister und Beschäftigten unwirksam, und es entsteht ein Arbeitsverhältnis mit Ihnen, auch wenn der Dienstleister eine Erlaubnis hat (§ 9 Abs. 1 Nr. 1a, § 10 AÜG). Die frühere „Fallschirmlösung“ mit einer Erlaubnis auf Vorrat fängt einen gescheiterten Werkvertrag also nicht mehr auf.

MH Logistik hat eine Erlaubnis zur Arbeitnehmer­überlassung. Sie gilt für die Zeitarbeit, für Werkverträge ist sie kein Schutz. Deshalb werben wir im Werkvertrag nicht mit ihr.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Geräte des Kunden

Sind Scanner, Stapler und Lagersystem des Kunden ein Zeichen für Überlassung?

Allein nicht. Nutzt das Team Geräte des Kunden, spricht das für sich genommen nicht für Überlassung (BAG, 9 AZR 133/16). Regelt der Vertrag sie als Beistellung und leitet nur unser Vorarbeiter das Team an, ist die Nutzung möglich. Kritisch wird es, wenn Ihr System einzelne Leute direkt steuert.

Beistellung heißt: Sie stellen für das Werk Arbeitsmittel oder Flächen bereit, etwa Scanner, Stapler oder Leerpaletten. Was Sie bereitstellen, vom Stapler bis zum Hubwagen, steht bei uns im Vertrag.

Ihr System kann Aufträge für unseren Bereich freigeben. Wer im Team welchen Auftrag bearbeitet und welches Gerät nutzt, entscheidet unser Vorarbeiter. Jede Person arbeitet in Ihrem System mit eigenem Login.

Für Stapler erteilt im Werkvertrag MH Logistik als Arbeitgeber den schriftlichen Fahrauftrag (DGUV Vorschrift 68 § 7). Sie weisen in Ihr Gerät ein. Was ein Fahrer dafür braucht, steht unter Nachweise und Haftung.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Typische Aufgaben

Typische Lageraufgaben und das passende Modell

Faustregeln für häufige Aufgaben. Den Ausschlag gibt, wie der Auftrag bei Ihnen vor Ort tatsächlich läuft.

Weitere Spalten durch seitliches Scrollen.

AufgabePasst meist zuWarum
Seecontainer entladen und palettierenWerkvertragErgebnis je Container messbar
Sets nach Stückliste konfektionierenWerkvertragMenge und Muster stehen vorher fest
Ware umetikettierenWerkvertragEinheiten zählbar, Stichprobe zeigt die Qualität
Retouren nach Prüfkatalog bearbeitenWerkvertragPrüfkatalog legt die Einstufung vorher fest
Ware nach Prüfanweisung sortierenWerkvertragLos nach Prüfanweisung, mit Prüfprotokoll
Leergut sortenrein sortierenWerkvertragErgebnis je Kasten zählbar
Kommissionierung in eigener ZoneWerk- oder Dienstvertragje nach Ablauf: eigener Auftragsblock oder laufende Tätigkeit
Mitarbeit in Ihrem SchichtteamZeitarbeitSie teilen ein und weisen an
Spitzen mit wechselnden AufgabenZeitarbeitAufgabe lässt sich nicht vorher beschreiben
Schlachtung, Zerlegung und Fleischverarbeitungkeins dieser ModelleWerkverträge dort in der Regel verboten (§ 6a GSA Fleisch)
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Zwei Bereiche, eine GmbH

Wie trennen Sie Werkvertrag und Überlassung in Ihrer Firma?

MH Logistik führt Zeitarbeit und Werkverträge in derselben GmbH, als zwei getrennte Bereiche. Das Gesetz verlangt keine zweite Firma, aber eine klare Zuordnung jedes Einsatzes vor dem Start.

Wir stellen laufende Überlassungen nicht auf Werkvertrag um. Für jeden Auftrag planen wir ein festes Werkteam unter einem Vorarbeiter. Beim selben Kunden arbeiten nie dieselben Leute in der Zeitarbeit und im Werkvertrag.

So halten wir beide Bereiche im Alltag auseinander:

Weitere Spalten durch seitliches Scrollen.

MerkmalZeitarbeitWerkvertrag
Wer anweistSie und Ihre Führungskräfteunser Vorarbeiter
TeamLeute, die Sie selbst anleitenein festes Werkteam je Auftrag, das beim selben Kunden nicht in der Zeitarbeit arbeitet
VertragÜberlassungsvertrag, ausdrücklich als Arbeitnehmer­überlassung bezeichnetWerkvertrag mit Leistungsbeschreibung
Abrechnungnach geleisteten Stundenje Einheit oder pauschal, mit Leistungsnachweis
Stundenzettel und Nachweiseim Bereich Zeitarbeiteigene im Bereich Werkvertrag, dazu ein Leistungsnachweis zu jeder Rechnung
Anfrage„Personal anfragen“ auf der Kontaktseite„Angebot anfragen“ mit eigenem Formular
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Prüffragen

Checkliste: fünf Prüffragen gegen einen Scheinwerkvertrag

Je öfter Sie für Ihre Aufgabe mit Ja antworten, desto besser passt ein Werkvertrag.

  1. Lässt sich das Ergebnis beschreiben? Zum Beispiel 3 Container bis Freitag, sortiert und palettiert.
  2. Leitet nur der Auftragnehmer an? Sie sprechen mit dem Vorarbeiter, nicht mit einzelnen Leuten.
  3. Gibt es einen abgegrenzten Bereich oder einen eigenen Auftragsblock? Keine gemischten Teams.
  4. Wird je Einheit oder pauschal abgerechnet? Die Rechnung stützt sich auf Mengen, nicht auf Stunden.
  5. Gibt es eine Abnahme statt Stundenzettel? Fehler bessert der Auftragnehmer nach.

Wenn Sie mehrmals mit Nein antworten

Dann passt eher ein Dienstvertrag oder Zeitarbeit. Passt Ihre Aufgabe nicht in einen Werkvertrag, sagen wir es Ihnen vor dem Angebot. Für Leute, die Sie selbst anleiten, gibt es unseren Bereich Zeitarbeit.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Quellen

Quellen und Rechtsgrundlagen

Diese Seite stützt sich auf Gesetze, die Bundesagentur für Arbeit und die Rechtsprechung. Stand: 14. Oktober 2026.

  • Arbeitnehmer­überlassungsgesetz (AÜG): § 1 (Erlaubnis, Bezeichnung, Höchstdauer), § 8 (Equal Pay), §§ 9 und 10 (Folgen), § 11 Abs. 6, § 12, § 14 Abs. 3, § 16 (Bußgelder)
  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB): § 611 (Dienstvertrag), § 631 (Werkvertrag), §§ 634 und 635 (Nacherfüllung), §§ 640 und 641 (Abnahme und Vergütung)
  • Bundesagentur für Arbeit: Fachliche Weisungen zum AÜG, Stand 22.05.2026, gültig ab 01.07.2026, Nr. 1.3 (Gesamtbetrachtung) und Nr. 1.3.1 (Abgrenzung zum Werkvertrag)
  • Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 27.06.2017, 9 AZR 133/16 (die tatsächliche Durchführung entscheidet, Geräte des Kunden allein sprechen nicht für Überlassung)
  • Bundesgerichtshof, Urteil vom 30.04.2014, I ZR 245/12 (Abwerbeverbote zwischen Firmen)
  • Sozialgesetzbuch IV: § 25 und § 28e (Beiträge); Strafgesetzbuch: § 266a
  • Betriebsverfassungsgesetz: §§ 80, 87 und 99; Arbeitsschutzgesetz: § 8; Arbeitszeitgesetz: § 3; Handelsgesetzbuch: § 75f
  • DGUV Vorschrift 68 „Flurförderzeuge“: § 7 (Fahrauftrag)

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Fragen

Häufige Fragen zu Werkvertrag und Zeitarbeit

Wird im Werkvertrag nach Stunden abgerechnet?

Bei MH Logistik nie, wir rechnen im Werkvertrag je Einheit oder pauschal ab. Nach Stunden abzurechnen ist ein typisches Merkmal der Arbeitnehmer­überlassung. Wie der Preis entsteht, steht unter Ablauf und Kosten.

Was bringt ein Werkvertrag gegenüber Zeitarbeit, und was kostet er im Vergleich?

Sie geben Planung und Anleitung ab und zahlen einen vorher vereinbarten Preis für das Ergebnis. Das Risiko für Tempo und Nacharbeit trägt der Auftragnehmer. Ob das günstiger ist als Zeitarbeit, hängt von Menge und Ablauf ab. Unser Angebot nennt den Preis für das ganze Ergebnis, so können Sie vergleichen.

Lohnt sich das gegenüber eigenem Personal oder Überstunden?

Für Arbeit, die dauerhaft anfällt, ist eigenes Personal meist die bessere Wahl. Ein Werkvertrag lohnt sich eher für abgegrenzte Aufträge, auch in Spitzenzeiten. Überstunden haben Grenzen: In der Regel sind höchstens 10 Stunden am Tag erlaubt, und ein Betriebsrat bestimmt mit (§ 3 ArbZG, § 87 BetrVG). Im Werkvertrag zahlen Sie das Ergebnis. Krankheit im Team und Leerlauf, den Sie nicht verursachen, trägt der Auftragnehmer.

Darf mein Schichtleiter den Leuten sagen, was sie als Nächstes tun sollen?

Nicht den einzelnen Leuten. Das Weisungsrecht gegenüber dem Team hat im Werkvertrag nur der Auftragnehmer. Vorgaben zum Werk gehen an unseren Vorarbeiter: was, bis wann und in welcher Qualität. Er teilt das Team ein und ist Ihr Ansprechpartner vor Ort. Bei Gefahr greifen Sie sofort ein, Sicherheit geht vor.

Wie laufen Eilaufträge im Werkvertrag?

Als Teil des Auftrags. Wie Eilaufträge gekennzeichnet werden, wie viele es geben kann und bis wann sie fertig sein müssen, steht vorher in der Leistungsbeschreibung. Sie übergeben die Aufträge an unseren Vorarbeiter, er plant die Arbeit. Ändert sich der Umfang des Werks, gehört die Änderung in den Auftrag.

Dürfen Werkvertragsleute neben meinen Mitarbeitern arbeiten?

Nebeneinander ja, gemischt in einem Team nein. Gemischte Teams mit gemeinsamer Einteilung sind ein Hinweis auf Eingliederung und damit auf Überlassung. Deshalb arbeitet unser Team in einem eigenen, abgegrenzten Bereich. Eine Linie auf dem Boden reicht dafür nicht, wenn die Arbeit trotzdem gemeinsam eingeteilt wird.

Nach 18 Monaten Zeitarbeit: Ist ein Werkvertrag der Anschluss?

Nur, wenn sich die Arbeit wirklich ändert. Dieselben Leute für dieselbe Arbeit auf einen Werkvertrag umzustellen, ist ein typisches Umgehungsmuster. Das passiert etwa vor der Höchstdauer von 18 Monaten oder vor Equal Pay (§ 1 Abs. 1b, § 8 AÜG). Das machen wir nicht. Wie wir beide Bereiche trennen, steht unter Zwei Bereiche, eine GmbH.

Wie stellen Sie sicher, dass unser Auftrag nicht als Überlassung gilt?

Mit vier Punkten, die vorher im Vertrag stehen und bei Ihnen vor Ort auch so laufen: ein beschriebenes Ergebnis, Anleitung des Teams nur durch unseren Vorarbeiter, ein abgegrenzter Bereich und Abrechnung je Einheit oder pauschal. Entscheidend ist der Alltag, nicht der Name des Vertrags. Ihre Vorgaben zum Werk gehen deshalb an den Vorarbeiter, nicht an einzelne Leute.

Braucht ein Werkvertragsanbieter eine Erlaubnis der Arbeitsagentur?

Nein. Die Erlaubnis nach § 1 Abs. 1 AÜG braucht nur, wer Arbeitnehmer an andere Betriebe überlässt. Für Werk- und Dienstverträge gibt es keine solche Erlaubnis. Eine vorhandene Erlaubnis schützt einen Werkvertrag auch nicht. Warum, steht im Abschnitt zur AÜ-Erlaubnis.

Dürfen wir Leute aus Ihrem Team später selbst einstellen?

Das entscheidet zuerst der Mitarbeiter: Jeder darf seinen Arbeitgeber frei wählen. Eine Regel dazu, etwa eine Frist oder einen Ausgleich, kann der Werkvertrag enthalten. Absprachen zwischen Firmen, sich gegenseitig keine Mitarbeiter einzustellen, sind nach § 75f HGB in der Regel nicht einklagbar. Ausnahmen gelten für Nebenabreden, höchstens für zwei Jahre (BGH, I ZR 245/12). Während des Auftrags arbeitet das Team für MH Logistik unter unserem Vorarbeiter.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Ein Ergebnis beauftragen oder Personal anfragen